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Rainer-Maria Fritsch 27.02.2017 - 12:42

Protonet-Box als Own- oder Nextcloud-Server

Gibt es schon Erfahrungen und Ideen sich ganz von der Soul-Software zu lösen und die Protonet-Box ausschließlich als Own- oder Nextcloud-Server zu betreiben? So wären die Hardware-Investitionen nicht völlig umsonst gewesen.
Vielen herzlichen Dank!
Herzliche Grüße
Rainer

Zuletzt bearbeitet: 27.02.2017 - 13:31

26 Antworten

Micha 27.02.2017 - 13:31

Thread wurde im Rahmen der Moderation in die Kategorie „Erfahrungsaustausch“ verschoben.

Fab 27.02.2017 - 13:38

Hallo Rainer, das würde mich mich auch interessieren. Und auch andere Software-Alternativen wie Groupware, Projektmanagement, Kollaboration.

Ich werde mir die monatliche Supportgebühr nicht leisten können/wollen und suche eine längerfristig angelegte Alternative mit großer Nutzerbasis und Verbreitung. Vielleicht so wie die IONAS-Server, nur in schick 😉

Rainer-Maria Fritsch 27.02.2017 - 23:05

Ich habe an Protonet dazu folgendes heute geschrieben:
„Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihr Angebot. Leider kann ich das Angebot in dieser Form nicht annehmen.

Die protonet-Box erreiche ich über meine eigene IP-Adresse.

Ihre Dienstleistung : „Erreichbarkeit der Protonet-Box über die protonet.info Web-Adresse“ brauche ich daher nicht.

Ebenso werden die Funktionen „E-Mail-Benachrichtigungen über neue Nachrichten und Termin-Erinnerungen“ und „Push-Benachrichtigungen für neue Nachrichten“ nicht benötigt, wenn das entsprechend Ihren Anleitungen selbst auf der Box eingerichtet werden kann.

Von daher benötige ich nur die Funktion „Neue Funktionen und Fehlerbehebungen“ (vermutlich sind damit auch die Updates gemeint). Dafür sind jedoch 600 € netto im Jahr entschieden zu viel.

Es fehlt also ein Angebot für Updates und neue Funktionen.

Des Weiteren wer es hilfreich, wenn Sie veröffentlichen würden, wie die Box vollständig zurückgesetzt und nur mit einer Softwarelösung wie Own- oder Nextcloud betrieben werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer-Maria Fritsch“

msch 27.02.2017 - 13:55

Hardwareseitig ist das kein Problem. Die Protonet-Boxen basieren auf Standard-Hardware (Gigabyte Mainboard bei der Maya). Probleme sehe ich eher darin, alle Soul-Funktionalitäten 1:1 mit Own-/Nextcloud abzubilden.

Norry 27.02.2017 - 14:19

Wäre echt toll, wenn ihr hier nochmal beschreiben könntet, was man machen muss um von USB ein neues Linux zu installieren, habe gelesen im BIOS das Bootlaufwerk zu ändern und die Festplatte zu löschen. Damit häte man dann in Zukunft die normalen Updates und könnet die Box als Server weiter betreiben.

Mein erster Ansatz wäre:
– per HDMI Monitor anschließen
– per USB Tastatur und USB Speicher mit neuem Betriebssystem anschließen
– und dann? wie komme ich ins BIOS?
– Box neu starten und von USB Speicher neues Betriebssystem installieren.
Meine Box ist die Maya

msch 27.02.2017 - 15:42

Ins BIOS kommst Du mit F2.

msch 27.02.2017 - 15:43

Hier der Screen für die Bootreihenfolge:

Norry 27.02.2017 - 17:03

vielen Dank msch!

protonet-user 27.02.2017 - 17:10

Kauft euch lieber für kleines Geld ein Nas, wie synology und baut die SSD um. ;-(

Vg

Norry 27.02.2017 - 20:00

Hardware habe ich doch, warum nochmal Geld ausgeben?

Norry 28.02.2017 - 8:34

@Rainer-Maria Fritsch,

ich denke es ist nicht Aufgabe von Protonet zu beschreiben, wie du die Box mit Own- oder Nextcloud betreiben kannst. Dazu gibt es aber viele Hilfestellungen im Netz. Du solltest damit starten ein empfohlenes Linux von einem USB Speicher zu installieren und dann die Anleitung zur Installation von Own- oder Nextcloud befolgen.

Rainer-Maria Fritsch 28.02.2017 - 11:34

@Norry
Das sehe ich anders. Immerhin habe ich deutlich mehr als 2.000 € in die Produkte und Dienstleistungen der Firma Protonet gesteckt. Im Sinne einer fairen Kundenbeziehung muss Protonet auch bei Insolvenz etwas zur Sicherung der Investitionen ihrer Kunden beitragen wollen. Desto unfreier ich mich fühle, desto eher springe ich doch als Kunde ab. Wenn mir als Kunden Alternativen angeboten werden, deren Konsequenzen (Zeit- und Geldaufwand) ich abschätzen kann, umso mehr bin ich doch geneigt, bei der Firma Protonet als Kunde zu bleiben.

Mit dem alleinigen monatlichen Abo von 49,00 Euro netto tut sich Protonet keinen Gefallen. Das wäre noch einmal zu überarbeiten und differenzierte Supportpreise anzubieten.

Micha 28.02.2017 - 11:40

Hallo,

die Frage wurde bereits hier beantwortet:

„Du kannst nach manuellem Löschen der Festplatten und Deaktivieren des Bootdevices im BIOS jede Protonet Hardware auch mit einem eigenem Betriebssystem bespielen.“
https://support.protonet.info/de/forum/manuelle-installation-von-debian-linux/

Herzliche Grüße
Micha

Norry 28.02.2017 - 11:52

@Rainer-Maria Fritsch
OK, so kann man das sehen, wenn du aber mit Own- oder Nextcloud arbeiten möchtest, bist du eigentlich weg von Protonet, bis auf die Hardware und welcher Hardwarelieferant gibt einem schon Hilfe bei der Installation von Linux Software? Daher sollten wir uns vielleicht gegenseitig helfen. Ich habe mir mal einiges durchgelesen und werde die nächsten Tage sicherlich mal mit ersten Versuchen starten, Msch scheint sich damit auch schon zu beschäftigen.

Das mit den Supportverträgen soll hier nicht weiter diskutiert werden. 😉

p-king 28.02.2017 - 13:57

Mir ist klar, dass man die Box plattmachen kann und ganz frisch aufsetzen. Aber ist unter Soul nicht auch erst mal ein Ubuntu drunter, das man auch ohne Neuinstallation mit anderen Anwendungen betreiben können sollte? Sprich: Wie bekomme ich das Root-Passwort für die Box? Ich weiß, dass man sich über die Konsole mit dem Wartungskennwort einloggen kann, aber das muss ich doch bei jedem Einsatz neu generieren und brauche da SOUL für, oder? Oder ist das Ubuntu so verändert, dass man es wirklich besser wegwirft und neu installiert? Und falls ja: Gibt es irgendeine Möglichkeit, noch was mit dem Arduino zu machen, der da angeblich auch drin steckt und die LED-Lightshow rund um den Schalter verursacht?

Danke und viele Grüße, Peter

Norry 28.02.2017 - 14:28

Ich denke es ist ein Ubuntu, jedenfalls bei mir: Ubuntu 12.04.1 LTS (GNU/Linux 3.13.0-35-generic x86_64). Ist allerdings schon eine neue LTS Version draußen:
Ubuntu Server 16.04.2 LTS
The Long Term Support version of Ubuntu Server, including the Mitaka release of OpenStack and support guaranteed until April 2021 — 64-bit only.
Wie es mit der Unterstützung mit Sicherheitspatches bei der 12.04.1 aussieht kann ich nicht sagen.

Daniel Badberg 28.02.2017 - 16:17

Zur Installation bzw. Anpassung der Box kann auch mal in der FAQ geschaut werden: https://support.protonet.info/de/faq/kann-ich-auf-der-box-weitere-software-bereitstellen-oder-dienste-installieren/

OC oder NC wird sich aber wohl nur mit viel Aufwand installieren lassen. Ich denke es wird einfacher sein, den Bootstick zu entnehmen und evtl die Platten zu tauschen (wenn man nur mal probieren will) dann ein neues Linux installieren. Wenn das dann nichts taugt, eifach wieder den Bootstick und die alten Platten rein und Soul läuft wieder.

Ich frage mich aber schon die ganze Zeit, warum ich das tun wollen würde, Soul hört ja nicht auf zu funktionieren, wenn es Protonet nicht mehr geben sollte. Zumindest in naher Zukunft wird die Box ohne Probleme (bis auf Push) weiterlaufen und auch Sicherheitstechnisch nicht direkt untragbar werden. Ich werde hier erstmal abwarten wie es wirklich weitergeht mit Protonet und Soul. Dann kann ich immer noch schauen, was es an Alternativen gibt. (OC läuft bei mir Privat, aber meiner Meinung nach hat OC andere Prioritäten)

msch 28.02.2017 - 16:24

Ich habe heute Ubuntu Server 16.04.2 und Nextcloud 11.0.2 erfolgreich auf der Maya installiert. Inkl. Backup von Soul (clonen von SSD und USB-Stick via Acronis True Image) hat das ganze ca. 3,5 Stunden gedauert. Die mögliche Integration von Collabora Online Office via docker ist zwar nett, aber auch hier fehlen mir zu viele Dinge, die Soul bietet, insbesondere das Projektmanagement.

Wer mit Soul happy war, sollte nicht erwarten, das genau so (aus einem Guß) abbilden zu können. Bei allem, was ich bislang getestet habe (ausschließlich installierbare Open Source Lösungen), konnte ich die Soul-Funktionalität nur z. T. nachbilden.

Btw: die Ansteuerung des Hexagon-LEDs würde mich auch interessieren 😉

Daniel Badberg 28.02.2017 - 17:11

Wenn ich lsusb ausführe, ist dort ein Gerät mit vid 2341 pid 8036, das deutet stark auf einen Arduino hin. Ich vermute über den wird ein WS2811 oder ähnlich angesprochen. 

msch 28.02.2017 - 22:27

@daniel: yep, das habe ich auch herausgefunden, es wird an bus 002 device 004 sogar „Arduino SA Leonardo (cdc, acm, hid)“ ausgegeben.

msch 28.02.2017 - 22:37

Von der Größe her kann es aber kein Leonardo sei, eher ein Nano. Der Arduino ist unterhalb des Hexagon-LED angebracht und von dort geht ein 4poliges (usb) und ein 2poliges Kabel (Stromversorgung?) auf das Mainboard. Vielleicht baue ich das mal aus, ist aber etwas komplizierter, weil die Maya dazu vermutlich fast komplett zerlegt werden muss.

Daniel Badberg 01.03.2017 - 8:21

@msch: Ich kann nur vermuten, unsere Carlita ist ständig in Benutzung, kann daher selber nicht weiter nach der Hardware schauen. Protonet wird da natürlich kein komplettes Leonardo-Board eingebaut haben, aber wahrscheinlich einen ATmega32u4. Ist aber alles nur Vermutung.

Wenn die Box per Soul nicht mehr nutzbar sein sollte, werd ich mir das genauer anschauen, eher werde ich da keine Lust/Zeit für haben 😉

TimD 01.03.2017 - 8:54

interessant wäre auch, wie man ohne Soul den WLAN-Hotspot zum Laufen bekommt. Wobei die Sendeleistung bei meiner Maya nicht sonderlich gut ist und ich einen anderen Router nutze.

Vermutlich kann man das unter Linux in den „Systemeinstellungen“ dann einstellen. Vielleicht kann man den Chip auch andersrum nutzen und die Maya per WLAN ins Netz bringen?

msch 01.03.2017 - 9:54

Das geht einwandfrei. Bei der Installation von Ubuntu wurden mir beide Interfaces (LAN, WLAN) angeboten. Ein

lspci -nnk | grep -i net -A2

gibt folgendes aus:

02:00.0 Network controller [0280]: Qualcomm Atheros AR93xx Wireless Network Adapter [168c:0030] (rev 01)
Subsystem: Qualcomm Atheros AR93xx Wireless Network Adapter [168c:3116]
Kernel driver in use: ath9k
Kernel modules: ath9k
03:00.0 Ethernet controller [0200]: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL8111/8168/8411 PCI Express Gigabit Ethernet Controller [10ec:8168] (rev 0c)
Subsystem: Gigabyte Technology Co., Ltd Motherboard [1458:e000]
Kernel driver in use: r8169

msch 01.03.2017 - 9:57

Nochmal: die Maya besteht aus Standard-Hardware, die problemlos angesprochen werden kann.

Norry 01.03.2017 - 22:16

So, habe auch umgestellt. Ubuntu Server und Nextcloud, ist natürlich was anderes als Soul aber für mich ausreichend und ich muss keine Angst haben plötzlich abgehängt zu sein.