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MOYASHISOBA 24.02.2017 - 20:37

Fragen zum Service-Vertrag

Hallo Protonet-Team,
nachdem wir, die User, heute das Angebot eines Service-Vertrages mit euch bekommen haben, sind bei uns ziemlich viele Fragen aufgetaucht. Ich fasse mal die wichtigsten zusammen:

  • Wie stellt ihr euch sich die Kostengestaltung für Updates vor, wenn man den Servicevertrag nicht annehmen will?
  • Was passiert im Falle einer wirklichen Niederlegung des Geschäftsbetriebs, hierzu ist nichts im Vertrag verankert (überhaupt ist dieser sehr schwammig, allein deswegen – hier spreche ich ausschließlich für mich – würde ich ihn nicht unterschreiben. Ihr müsst verstehen, dass das Vertrauen in euch nun ziemlich am Boden ist und man abgesichert sein will, wenn man weiterhin Geld in eure Firma stecken soll).
  • Was ist mit den Service-Verträgen die momentan noch laufen?
  • Warum muss für die gleiche Software so unterschiedliche Preise für unterschiedliche Boxen zahlen, die Hardware allein kann das wohl kaum ausmachen?

Beste Grüße,
Jen

Zuletzt bearbeitet: 27.02.2017 - 15:19

15 Antworten

Micha 27.02.2017 - 14:58

Hallo zusammen,

wir haben soeben weitere Informationen zu den neuen Serviceverträgen veröffentlicht, die eure Fragen weitestgehend beantworten sollten:

https://support.protonet.info/de/news/weiterfuehrende-informationen-zu-den-neuen-servicevertraegen/

Alle weiteren Fragen und Anmerkungen zu den Verträgen oder der Insolvenz bitte an team@protonet.info.

Sollten sich bei euch weitere technische Fragen ergeben, stellt diese bitte im Forum.

Herzliche Grüße
Micha

dh 24.02.2017 - 21:50

Mehr Transparenz würde ich hier ebenfalls begrüßen. Werde mir den Vertrag auch nicht leisten können, an updates (os und soul) aber interessiert.

boehryjunk 24.02.2017 - 21:52

Sehr guter Beitrag. Die extrem kurze Frist halte ich für ziemlich unseriös. Hinzu kommt, dass wir alle bestehende Verträge haben, die nicht gekündigt wurden. Solange die Firma noch existiert, sehe ich keinen Raum für den Neuabschluss eines Vertrages. Ich selbst bin einer der frühen Kunden und habe dauerhaft kostenlosen Support und Updates mitgekauft, also heutiger Goldstatus. Der Vertrag geht außerdem davon aus, dass wir mit unserer Box weiterhin die Protonet.info nutzen möchten. Sicherlich haben die meisten User verstanden, dass diese Abhängigkeit dringend beseitigt werden muss und die Box auf eine eigene Subdomain umgestellt incl. Emails. Unter diesem Gesichtspunkt ist der geforderte Preis illusorisch. Ich werde den Vertrag daher keinesfalls unterschreiben. Leider kann ich diese Idee des Insolvenzverwalters nicht nachvollziehen und befürchte, dass mangels mitmachender Kunden das wohl das Ende sein wird….
Grüße, Georg

Suntke 24.02.2017 - 22:42

Bin ein wenig fassungslos. Unabhängig von meiner Rolle als Crowd-Investor, betreiben wir auch eine Carla in unserer Firma. Dort nutzen wir das Teil v.a. für unsere freien Mitarbeiter.
Nun wird mir am Freitagabend (!) mitgeteilt, dass der externe Zugriff über die bekannte Adresse innerhalb von vier Tagen (!) abgestellt wird, es sei denn ich schließe einen extrem schwammigen Servicevertrag ab.
Das finde ich (höflich ausgedrückt) doch ein wenig unseriös. Zumal Protonet uns bei Kauf einen Lifetime Gold Service zugesagt hat.
War nicht letztens noch die Rede davon, dass der bekannte Dienst bis Ende März fortgeführt wird? Nun kann ich mich bis Mittwoch darum kümmern, dass unser Laden betriebsfähig bleibt?
So baut man leider kein verloren gegangenes Vertrauen wieder auf.
Selbst wenn ich bis heute noch bereit gewesen wäre, für Service-Leistungen zu bezahlen, werde ich bei so einem Gebaren dann doch lieber auf einen professionellen Anbieter und ein langfristig verlässliches Serversystem umsteigen.

Norry 24.02.2017 - 23:24

Das war es dann wohl. Zu kurzfristig, zu teuer für Privatanwender und ich habe beim Boxkauf bereits dafür bezahlt. Einen deutlich geringeren Betrg würde ich für ständige Pflege und Updates vielleicht bezahlen. Aus meiner Sicht sollte nun jeder sich schnell um einen alternativen Zugang zu der Box kümmern, wenn der Dienst in ein paar Tagen kostenpflichtig wir, rettet das vielleicht einiges. Es ist schade, dass mit solchen Aktionen jegliches Vetrauen verspielt wird, aber wenn man berücksichtigt, dass ein Insolvenzverwalter ….

Ich hoffe für all die tollen Mitarbeiter, dass es weitergeht und sie für den Einsatz belohnt werden, für mich als Käufer der ersten Stunde leider alles sehr traurig, weil das Konzept toll ist, immer noch! Hoffen wir mal das wir noch ohne Geld abzudrücken an dieses Forum kommen, will und werde mich nicht bei FB anmelden.

Fab 25.02.2017 - 0:01

Wenn das ein tragfähiges Konzept für das Weiterbestehen von Protonet sein soll, sehe wirklich schwarz… Ich hätte erwartet, dass man sich vom eigenen Hardwarebau verabschiedet (so sehr ich meine Maya mag…), Soul auf preiswerten Intel NUCs anbietet oder komplett solo als Lizenz für eigene Server. Vielleicht die Weiterleitung über protonet.info für monatliche Kosten im Bereich von DDNS-Dienstleistern von 5-7 Euro, vielleicht noch einmal SOUL in einer deutschen Cloud für Nutzer, die sich keine eigene Hardware ins Büro stellen wollen – aber das jetzt?

Erst einmal ist das Servicevertragsangebot ein Angebot. Aber wahrscheinlich eines, welches viele nicht annehmen werden und auch nicht sollten. Die meisten von uns haben Support, Updates, Weiterleitung über protonet.info etc. mit der Box mitbezahlt. Meine Maya hat 1600,- Euro + MwSt. gekostet, selbst wenn wir 800,- Euro für die Hardware rechnen, ist dort noch ordentlich Luft für Software und evtl. Support. Und so werden die meisten gerechnet haben, ich habe z.B. meine Maya in 12/2015 gekauft, nachdem ich einige Mails vom Vertrieb bekommen hatte, in denen mir mitgeteilt wurde, dass dies die letzte Chance für einen Protonet-Server mit Lebenszeit-Lizenz sei und ab 2016 jährliche Gebühren anfallen würden. Die wollte ich vermeiden, denn sonst hätte es sich nicht mehr gerechnet.

Verträge sind einzuhalten – und solange die Protonet-Betriebs-GmbH noch besteht und nicht liquidiert wurde, sind sie seitens Protonet zu erfüllen. Punkt. Ein Vertragsentwurf am Freitag-Abend zugemailt mit Frist zum Dienstag ist einfach unseriös und selbst wenn man den Vertrag unterzeichnen wollte, wird dies in den meisten Firmen einen deutlich längeren Vorlauf benötigen… Die Kosten von ~50 Euro + MwSt. sind für private Anwender und auch kleinere Firmen (wie meine) deutlich zu hoch. 100 Euro/Jahr wären für Updates in Ordnung – und zwar nachdem ich den Server abgeschrieben habe… Also in knapp 2 Jahren. Supportaufwand habe ich nur gehabt, weil jetzt insgesamt 2 Updates nicht fehlerfrei waren (das letzte mit dem Backup-Fehler und das, nachdem der Virenscanner Amok gelaufen ist – mit Booten eines Notsystems vom USB-Stick,Fernwartung etc.).

Ich denke nicht, dass Protonet durch dieses Vertragsangebot verloren gegangenes Vertrauen wiedergewinnt. Echt schade, denn SOUL hätte wirklich eine große Verbreitung als STANDARDLÖSUNG für Zusammenarbeit, Konzept- und Ideenentwicklung und Projektmanagement light finden sollen. Aber vielleicht ist es dafür doch noch nicht zu spät???

Norry 25.02.2017 - 1:41

Vielleicht täusche ich mich, ist das ein Taschenspielertrick? Meine Ende 2014 gekaufte Maya hat laut Rechnung: Protonet SOUL OS Lifetime-Lizenz- Protonet SOUL OS Lifetime Softwareupdates inklusive- Anti-Viren Updates inklusive.

Gekauft bei der Protonet GmbH, hat die auch Insolvenz angemeldet, oder nur die Protonet Betriebs GmbH? Oder ist die umbenannt? Hat das Debakel mit dem US Geschäft zu tun? Da habe ich mein Geld zum Glück zurück bekommen…

Solange die Geschäfte laufen, erwarte ich die im Kaufvertrag/Rechnung genannten Leistungen!

jp 25.02.2017 - 8:31

Ist eigentlich alles gut und es verändert sich nichts, falls man diese Email nicht bekommen hat? In der letzten Mail die ich bekommen habe steht: „Der Geschäftsbetrieb des schuldnerischen Unternehmens wird zurzeit uneingeschränkt unter der Aufsicht von Prof. Dr. Pannen fortgeführt. Konkret bedeutet dies, dass die Funktionalität der name.protonet.info Adresse als auch die E-Mail- und Push-Benachrichtigungen Ihrer Protonet-Box in dieser Zeit weiterhin gewährleistet wird. “ Kann ich mir das jetzt in die Haare schmieren und muss jetzt bis Mittwoch die Kiste umstellen, auf den Betrieb ohne Protonet.info-Adresse? Und macht der Aufwand überhaupt Sinn, wenn ich jetzt alle Benutzer über so eine Umstellung informieren muss und dann wahrscheinlich in naher Zukunft nochmals wegen dem Wechsel auf ein anderes System? Das kommt immer gut an … hallo Umstellung, hallo Wechsel.

Norry 25.02.2017 - 9:40

Ich würde mindestens schon mal die Umstellung einleiten, also eine eigene „Domain“. Die Kiste an sich noch nicht umstellen, das lasse ich dann parallel laufen, habe aber alles vorbereitet. So kann ich testen, ob weiterhin ein Zugriff von außen geht, mache ich übrigens über MyFritz, klappt einwandfrei.

msch 25.02.2017 - 15:35

Angesichts der neuen Preis und Leistungsstruktur werde ich keinen Servicevertrag abschließen. Und meinen Kunden werde ich Soul auch nicht verkaufen können, denn für die meisten wird dies deutlich zu teuer sein. Aus meiner Sicht sind die Preise so nicht marktfähig.

protonet-user 27.02.2017 - 8:35

ich hab bisher noch keine Mail erhalten. Das bei 2 gekauften Boxen. Warum lässt man einen Teil der Kunden im ungewissen? Sind meine Boxen dann ab Mittwoch „tot“? Wenn nicht von Seiten des Insolvenzverwalters schnellstmögliche Transparenz dahingehend geschaffen wird, wohin die Reise geht, dann sehe ich das bestehende Vertrauen der Kunden tsunamiartig schwinden. Bei unkommentierten Funktionsbeeinträchtigungen sowieso.

Fab 27.02.2017 - 10:05

Die Frage ist für mich auch, wer denn nur Vertragspartner ist.

Die meisten dürften einen Kauf-/Supportvertrag mit der Protonet GmbH (vormals Protonet UG) abgeschlossen haben, welche nach Handelsregisterauskunft Mitte 2016 in die Protonet Verwaltungs GmbH umfirmierte. Die Protonet Betriebs GmbH entstand zur gleichen Zeit aus der Blitz H16-121 GmbH. Über die Innenverhältnisse der beiden Gesellschaften ist mir nichts bekannt, laut dem Insolvenzverwalter ist die BetriebsGmbH insolvent – über die VerwaltungsGmbH gibt es keine Informationen.

Falls die VerwaltungsGmbH den Betrieb an die BetriebsGmbH ausgelagert hat, kann diese natürlich (zusätzliche) Vertragsangebote verschicken, für die Erfüllung der Verträge ist dann aber die VerwaltungsGmbH in Anspruch zu nehmen… Hier wünsche ich mir mehr Transparenz seitens des Insolvenzverwalters.

Interessant finde ich auch folgenden Zeit-Artikel, den ich Mitte 2016 wohl überlesen hatte: http://www.zeit.de/2016/25/protonet-kleinanleger-crowdfunding-unruhe?

Ich rechne Micha und den anderen hoch an, dass sie versuchen, auf die nun verstärkt auftauchenden Fragen zu DDNS, SMTP etc. gewohnt professionell zu reagieren – für die hier auftauchenden Fragen sind aber wohl der Sales-Bereich und der Insolvenzverwalter dringend zu einer Stellungnahme gefordert.

Micha 27.02.2017 - 10:13

Guten Morgen,
ich werde heute die support- und servicespezifischen Änderungen hier auf dem Portal zusammenfassen.
Alle sonstigen Fragen und Anmerkungen bitte wie gehabt an team@protonet.info.

Herzliche Grüße
Micha
PS: Ich habe den Thread in die Kategorie Portalfragen verschoben

Norry 27.02.2017 - 15:15

Vielen Dank, beantwortet die eine oder andere Frage. Wie ist der MwSt. Satz, voll oder halb, ist für Privatanwender nicht unerheblich.

Micha 27.02.2017 - 15:19

Mit Verweis auf die News
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